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Unter allen Städten in Deutschland nimmt Hamburg dank seiner tausendjährigen Geschichte einen besonderen Platz ein.

Erste Erwähnungen von Siedlungen an der Mündung der Alster datieren bereits aus dem 4. Jahrhundert v. Chr.

Im 4.-6. Jahrhundert n. Chr. siedelten Sachsenstämme auf dem Territorium des heutigen Hamburg.

In den Jahren 810-811 wurde einem Erlass von Karl dem Großen zufolge am Ort des sächsischen Dorfes Ham, am Zusammenfluss von Alster und Bille, eine Kirche erbaut, dazu eine Festung, die bald den Namen Hammaburg bekam.

Im 12. Jahrhundert hat die Elbe als wichtige Verkehrsader im Zusammenhang mit der stürmischen Entwicklung des Handels im Norden Europas stark an Bedeutung gewonnen.

Kaiser Friedrich I. Barbarossa befreite Hamburg (so wurde die Stadt seit der Mitte des 9. Jahrhunderts genannt) am 7. Mai 1189 von den Zollzahlungen und gab der Stadt das Recht auf Freihandel und Schifffahrt auf der Unterelbe. Dieses Datum gilt als Geburtstag des Hamburger Hafens und wird jedes Jahr gefeiert.

Im Mittelalter wurde in Nordeuropa ein Bund der Handelsstädte gegründet – die Hanse. Hamburg war der wichtigste Nordsee-Hafen dieses Hansebundes und wurde zur Umschlagstelle für den Verkehr verschiedenster Waren. Hamburg selbst hatte durch sein Bier Berühmtheit erlangt, das der Hauptartikel des hamburgischen Exports war.

Mit der Entdeckung Amerikas und des Seewegs nach Asien wuchs die Bedeutung Hamburgs weiter. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts war die Stadt zu einem der wichtigsten Häfen Europas geworden.

Am Ende des 17. Jahrhunderts war Hamburg mit 70 000 Einwohnern neben Köln die größte Stadt Deutschlands. 1806 wurde die Souveränität der Stadt gebrochen mit der Besetzung durch die napoleonischen Truppen, die erst 1814 ihr Ende fand.

Im 19. Jahrhundert beeinflussten noch andere historische Ereignisse die Entwicklung der Stadt Hamburg: Durch den Großen Brand von 1842 wurde praktisch die gesamte Altstadt und ein Drittel der Wohnhäuser zerstört. Die Choleraepidemie 1892 hat mehr als 10 000 Menschen das Leben gekostet.

Nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) hat die Stadt sich sehr verändert. Viele Altbauten wurden abgebrochen und an ihrer Stelle wurden bald neue Kontorhäuser errichtet. Der Stadtteil „Brook-Insel“ wurde gänzlich für den Bau des Hafens geopfert.

Der Zweite Weltkrieg (1939-1945) hat den Aufschwung der Stadt entscheidend behindert. Zwischen 1943 und 1945 wurden fast 50% der Wohnhäuser zerstört und 80% des Hafens zerbombt, zehntausende Menschen wurden getötet.

Im Jahre 1949 ist Hamburg der Bundesrepublik Deutschland als Bundesland beigetreten.

Heute ist Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands und ein selbstständiges Bundesland.

Die Stadt wird zu Recht „Tor zur Welt“ genannt.

Hamburg ist eines der großen Verkehrs- und Handelszentren Deutschlands. Der Hamburger Hafen, über den mehr als die Hälfte des deutschen Im- und Exports abgewickelt wird, gilt als einer der größten in Deutschland.

In Hamburg zeichnen sich viele Industriezweige durch einen hohen Entwicklungsstandard aus, darunter Schiffbau, Elektrotechnik, chemische und erdölverarbeitende Industrie. Außerdem ist die Stadt eines der Weltzentren des Flugzeugbaus, hier wird an der Fertigung des Airbus A 380 gearbeitet.

In Hamburg hat sich eine Vielzahl von Handels- und Wirtschaftsunternehmen niedergelassen, Hamburg ist ein wichtiges Bankenzentrum und die Hamburger Aktienbörse ist eine der ältesten in Europa. Auch im Versicherungswesen nimmt Hamburg eine führende Position in Deutschland ein.

Außerdem ist die Stadt bekannt als Hauptstadt der deutschen Massenmedien. Hier sind die größten Buch- und Zeitschriftenverlage beheimatet, Filmkunst- und Werbebranche sind breit vertreten.

Hamburg ist ein weltweit anerkanntes Wissenschafts-, Ausbildungs- und Kulturzentrum. Die Hamburger Universität ist die größte im Lande und zählt mehr als 40 000 Studenten, Hamburg hat das älteste deutsche Opernhaus (gegründet im 17. Jahrhundert) und den größten Zoo in Deutschland.